Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Joseph II.
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Joseph II.cite-ref-1[1] (* 13. MĂ€rz 1741 in Schloss Schönbrunn; † 20. Februar 1790 in Wien) war von 1765 bis 1790 als erster Angehöriger des Hauses Habsburg-Lothringen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.cite-ref-2[2]

Von 1765 bis 1780 amtierte Joseph, den die römisch-deutsche KaiserwĂŒrde allein titularisch aufwertete, als Mitregent seiner Mutter Maria Theresia in den LĂ€ndern der Habsburgermonarchie, ab 1780 war er Alleinherrscher. Joseph gilt als ein Exponent des aufgeklĂ€rten Absolutismus und setzte ein ehrgeiziges Reformprogramm in Gang (Josephinismus, Toleranzpatent, Aufhebung der Leibeigenschaft). Kurz vor Ende seines Lebens sah er sich gezwungen, zahlreiche seiner Reformvorhaben wieder zurĂŒckzunehmen.

Sein Wahlspruch lautete: Virtute et exemplo („Mit Tugend und Beispiel“).

Contents

‱ Leben
‱ Reisen
‱ Bewertung
‱ Staatswesen
‱ Soziales
‱ Kirche
‱ Vorfahren
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Leben

Herkunft und frĂŒhe Jahre

Erzherzog Joseph von Österreich-Lothringen wurde am 13. MĂ€rz 1741 als Ă€ltester Sohn der österreichischen Regentin Maria Theresia und deren Gemahl Großherzog Franz Stephan von Lothringen in Schloss Schönbrunn geboren. Nach drei Töchtern war Joseph der ersehnte mĂ€nnliche Thronfolger und wurde noch am Tag seiner Geburt auf die Namen Josephus Benedictus Joannes Antonius Michael Adamus getauft. Als Taufpaten dienten Papst Benedikt XIV., stellvertreten durch den Wiener FĂŒrstbischof Kardinal Sigismund von Kollonitz, sowie der polnische König August III., der durch Reichsgeneralfeldmarschall Joseph Friedrich von Sachsen-Hildburghausen vertreten wurde. Der zweite und der dritte Vorname wurden zu Ehren der beiden Taufpaten gewĂ€hlt.cite-ref-3[3]

Zum Zeitpunkt von Josephs Geburt stand Maria Theresia unter großem politischen und militĂ€rischen Druck, der den Fortbestand der Habsburgermonarchie gefĂ€hrdete. Ihr Herrschaftsanspruch, begrĂŒndet durch die Pragmatische Sanktion, wurde von Bayern, Sachsen, Spanien und Preußen nicht anerkannt, was aufgrund territorialer AnsprĂŒche zum Ausbruch des Ersten Schlesischen Krieges (1740–1742) und schließlich des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748) fĂŒhrte. Mit dem Wittelsbacher Karl VII. wurde 1742 erstmals seit ĂŒber 300 Jahren kein Angehöriger des Hauses Habsburg zum römisch-deutschen König gewĂ€hlt. Die Geburt eines mĂ€nnlichen Erben war somit fĂŒr Maria Theresia von enormer politischer Bedeutung, da sie sich nun als Regentin ihres minderjĂ€hrigen Sohnes prĂ€sentieren und ihren eigenen Thronanspruch festigen konnte. Nach dem ĂŒberraschenden Tod Karls VII. (1745) gelang es ihr, durch den Frieden von FĂŒssen die Wahl ihres Ehemannes Franz Stephan (als Franz I. Stephan) zum römisch-deutschen König durchzusetzen und damit den Suprematsanspruch ihrer Dynastie wiederherzustellen.

Maria Theresia hatte ein umfassendes, detailliertes Erziehungsprogramm fĂŒr ihren Sohn ausarbeiten lassen. Zwar bildeten Glaube und Religion einen Schwerpunkt des Programms, doch im Sinne des Leitbildes eines christlichen Herrschers wurde Joseph nicht erzogen. Vielmehr waren Erziehung und Ausbildung in erster Linie darauf ausgerichtet, den Kronprinzen möglichst optimal auf seine kĂŒnftigen Herrscheraufgaben vorzubereiten. In den frĂŒhen Jahren stand weniger die Wissensvermittlung im Vordergrund als die Erhaltung der Gesundheit durch Reit- und Fechtunterricht. 1748 wurde der Offizier Karl Josef BatthyĂĄny zum Prinzenerzieher (Ajo) ernannt, der Josephs Vorliebe fĂŒr das MilitĂ€r förderte. Im selben Jahr wurde der junge Erzherzog Oberst-Inhaber eines dann nach ihm benannten Dragoner-Regiments (seit 1765/71 Chevaux-legers), dessen grĂŒnen Uniformrock er, spĂ€ter auch als Kaiser, hĂ€ufig anstelle der weißen Generalsuniform trug. Ein Jesuit erteilte ihm Religionsunterricht, der durch Lerneinheiten in Ethik, Morallehre und Philosophie vervollstĂ€ndigt wurde. Besondere Begabung zeigte Joseph beim Erlernen von Fremdsprachen wie Latein, Französisch, Italienisch, Ungarisch und Tschechisch. Daneben fanden auch naturwissenschaftliche FĂ€cher, Mathematik und kĂŒnstlerische Elemente wie Tanz- und Theaterunterricht Einzug in den Lehrplan. Mit fortschreitendem Alter verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Geschichtsunterricht, das Natur-, Staats-, Kirchen- und Völkerrecht, in dessen Zentrum die rationale Naturrechtslehre nach Samuel von Pufendorf stand, die sich wesentlich von der traditionellen Staatsauffassung einer göttlichen Weltregierung unterschied. Johann Christoph von Bartenstein, einem Berater seines Vaters, oblag die EinfĂŒhrung Josephs in die inneren VerhĂ€ltnisse der Monarchie, die MilitĂ€rausbildung vervollstĂ€ndigte der lothringische Genie-Offizier Jean-Baptiste Brequin de Demenge.

Durchdrungen von seiner privilegierten Stellung als Thronerbe und mit großem Selbstbewusstsein ausgestattet zeichnete sich Joseph innerhalb seiner dreizehn ĂŒberlebenden Geschwister durch ein GefĂŒhl der Überlegenheit und des Sendungsbewusstseins aus.cite-ref-4[4] Otto Christoph von Podewils, der preußische Gesandte am Hofe in Wien, Ă€ußerte sich spĂ€ter sehr kritisch ĂŒber die Erziehung des Knaben, den er als hochmĂŒtig, unnachgiebig und faul bezeichnete. Es gelĂ€nge nur mit MĂŒhe, ihn zum Lernen zu bewegen und ihm die elementarsten Kenntnisse beizubringen.cite-ref-5[5]

Ab 1760 erhielt Joseph die Möglichkeit, an den Sitzungen der obersten kollegial organisierten Verwaltungsbehörden und des Staatsrates teilzunehmen. Bereits in dieser Zeit trat er als Verfasser kritischer Denkschriften hervor, die entscheidende Punkte seines spĂ€teren Reformprogramms vorwegnahmen. Unter dem Einfluss der Schriften der AufklĂ€rung (vor allem Voltaire), der französischen EnzyklopĂ€disten und der Theorie der Physiokratie formulierte Joseph seine GrundĂŒberzeugung, dass das fĂŒr einen funktionierenden Staat notwendige „Gute“ nur durch uneingeschrĂ€nkte fĂŒrstliche Vollmachten verwirklicht werden könne.

Heirat und Nachkommen

Im Zuge der Neuorientierung der habsburgischen BĂŒndnis- und Außenpolitik (Renversement des alliances), die den traditionellen Gegensatz zum Erbfeind Frankreich (habsburgisch-französischer Gegensatz) beenden sollte, beschlossen Maria Theresia und Ludwig XV. die dynastische Verbindung der Habsburger mit den Bourbonen. Zur StĂ€rkung des BĂŒndnisses und als Ă€ußeres Zeichen der Eintracht arrangierten sie die VermĂ€hlung Josephs mit Isabella von Bourbon-Parma, einer Enkelin des französischen Königs. Die 18-jĂ€hrige Isabella war die Ă€lteste Tochter des Herzogs Philipp von Parma und dessen Gemahlin Marie Louise Élisabeth de Bourbon.

Nachdem am 5. September 1760 zunĂ€chst die Trauung per procurationem in der Kathedrale von Padua vollzogen worden war, geleitete Josef Wenzel von Liechtenstein die Braut feierlich nach Wien. Dort wurden Joseph und Isabella am 6. Oktober 1760 in der Augustinerkirche durch den pĂ€pstlichen Nuntius Kardinal Vitaliano Borromeo getraut. Die sehr aufwendig gestalteten, prunkvollen Hochzeitsfeierlichkeiten sollten die ungeschmĂ€lerten Ressourcen der im Kriegszustand befindlichen Monarchie – die Hochzeit fiel in die Zeit des SiebenjĂ€hrigen Krieges – publikumswirksam demonstrieren. Obwohl die Ehe aus GrĂŒnden der StaatsrĂ€son geschlossen worden war, zeigte sich Joseph von seiner Gattin entzĂŒckt, betete sie regelrecht an. Er bewunderte und verehrte Isabella, sah in ihr seine engste Vertraute. Die sensible Isabella hingegen verabscheute das Hofzeremoniell, zeigte sich ihrem Gatten gegenĂŒber sehr zurĂŒckhaltend und schien sich vielmehr zu Josephs Schwester Marie Christine hingezogen zu fĂŒhlen, der sie schwĂ€rmerische Briefe schrieb. Als Folge einer Fehlgeburt im JĂ€nner 1763 verschlimmerten sich Isabellas psychische Leiden, ehe sie nach dreijĂ€hriger Ehe am 27. November 1763 an den Pocken starb.

Aus der Verbindung gingen zwei Nachkommen hervor:

‱ Maria Theresia (* 20. MĂ€rz 1762; † 23. JĂ€nner 1770)
‱ Maria Christine (*/† 22. November 1763)

Der Verlust Isabellas stĂŒrzte Joseph in tiefste Verzweiflung. Er schrieb seinem Schwiegervater: „Ich habe alles verloren. Meine anbetungswĂŒrdige Gattin, der Gegenstand all meiner ZĂ€rtlichkeit, meine einzige Freundin ist nicht mehr.“cite-ref-6[6] Auch seinem Bruder Leopold offenbarte er in einem Brief seine GefĂŒhle: „Ich bin nicht fĂ€hig, mehr zu sagen, ich habe alles verloren. Ich wĂŒnsche Dir von ganzem Herzen eine so gute Frau wie meine verstorbene. Aber Gott möge Dich vor einem solchen UnglĂŒck bewahren.“cite-ref-7[7]

In der Folge war man von verschiedenen Seiten bemĂŒht, Joseph erneut zu verheiraten. Nach erfolglosen Verhandlungen u. a. mit Spanien und Portugal drĂ€ngte Maria Theresia ihren Sohn zur Heirat mit einer deutschen Prinzessin. Schließlich beugte sich Joseph dem Willen der Mutter und entschied sich fĂŒr seine Cousine zweiten Grades Maria Josepha von Bayern, Tochter Karls VII. und dessen Gemahlin Maria Amalia von Österreich. Die Hochzeit fand am 23. JĂ€nner 1765 in Schloss Schönbrunn statt. Die Ehe Josephs mit der zwei Jahre Ă€lteren Maria Josepha galt als unglĂŒcklich, wahrscheinlich wurde sie nie vollzogen. Joseph mied das gemeinsame Schlafzimmer und ließ sogar den gemeinsamen Balkon in Schönbrunn abteilen, um seine Frau nicht sehen zu mĂŒssen. Der Kaiser beschrieb seine Gemahlin als „kleine und dicke Gestalt“ mit „hĂ€sslichen ZĂ€hnen“. Allerdings gab er zu, dass Maria Josepha eine „vorwurfsfreie Frau“ sei, die ihn liebe und die er wegen ihrer guten Eigenschaften schĂ€tze, und dass er darunter leide, seine zweite Frau nicht lieben zu können. Maria Josepha starb am 28. Mai 1767 an den Pocken, Joseph blieb dem BegrĂ€bnis seiner Ehefrau fern.

Nach diesen negativen Erfahrungen weigerte sich Joseph in der Folge beharrlich, eine dritte Ehe einzugehen.

In zahlreichen Volkslegenden werden Joseph II. uneheliche Kinder angedichtet. Das prominenteste Beispiel fĂŒr ein solches GerĂŒcht ist Joseph Gottfried Pargfrieder, der dies auch selbst behauptete.cite-ref-8[8] Pargfrieder belieferte die k.k. Armee noch unter Kaiser Franz Joseph mit Schuhen.

Mitregent der Mutter (1765 bis 1780)

Um Josephs Stellung als Thronerbe des Hauses Habsburg-Lothringen und den Anspruch der Dynastie auf die Kaiserkrone zu untermauern, sollte er bereits zu Lebzeiten des Vaters als dessen designierter Nachfolger installiert werden. Aus diesem Grund wurde Joseph am 27. MĂ€rz 1764 in Frankfurt am Main durch die deutschen KurfĂŒrsten zum römisch-deutschen König gewĂ€hlt. Am 3. April folgte die feierliche Krönungszeremonie mit der Reichskrone und den Reichskleinodien im Kaiserdom St. BartholomĂ€us. Joseph, der sich ganz der Vernunft und RationalitĂ€t verschrieben hatte, betrachtete sich selbst als Fremdkörper im archaischen Zeremoniell der in verschwenderischem Prunk ausgestalteten Krönungsfeierlichkeiten. Bereits im Folgejahr verstarb plötzlich Franz I. Stephan (18. August 1765) und Joseph ĂŒbernahm den Kaisertitel, der allein mĂ€nnlichen Herrschern vorbehalten war. Am 17. September 1765 wurde Joseph von Maria Theresia zum Mitregenten in den habsburgischen LĂ€ndern (Erzherzogtum Österreich, LĂ€nder der Böhmischen Krone, Königreich Ungarn, Österreichische Niederlande) erhoben, das vom Vater geerbte Großherzogtum Toskana ĂŒberließ er seinem jĂŒngeren Bruder Leopold.

Joseph trug zwar den Kaisertitel, jedoch verfĂŒgte das Amt Mitte des 18. Jahrhunderts nur ĂŒber sehr begrenzte Befugnisse und war mehr ein reprĂ€sentativer Ehrentitel. Sehr zu seinem Leidwesen hatte Maria Theresia ihr Vorhaben, sich nach dem Tod ihres Gatten von den RegierungsgeschĂ€ften zurĂŒckzuziehen, revidiert und ihren Sohn lediglich als Mitregenten installiert. Sie hatte sich vorgenommen, Joseph langsam, aber zielstrebig in die Regierung einzufĂŒhren, ohne jedoch die Kontrolle aus der Hand zu geben. Dies fĂŒhrte hĂ€ufig zu Auseinandersetzungen, die sich teils auf den Generationsunterschied, teils auf die stark voneinander abweichenden Charaktereigenschaften der beiden Persönlichkeiten zurĂŒckfĂŒhren lassen. Eine dominante, konservative Mutter stand ihrem ehrgeizigen, aufgeklĂ€rten Sohn gegenĂŒber. Maria Theresia bremste den Reformeifer des Sohnes, da sie ihre mĂŒhsam aufgebaute Herrschaft ĂŒber ihr heterogenes Reich in Gefahr sah, wodurch die Jahre der Mitregentschaft Josephs von einer lĂ€hmenden Zusammenarbeit gekennzeichnet waren. Joseph war als Mitregent beschrĂ€nkt handlungsfĂ€hig und verlagerte sein Wirken zunĂ€chst auf die Reform des kaiserlichen Hofstaates. Ganz im Sinne des aufgeklĂ€rten Staatsgedankens hatte er schon frĂŒh eine Abneigung gegen Etikette und Zeremoniell entwickelt und bereits 1765 seinen Hofstaat mit dem seiner Mutter zusammengelegt und damit deutlich zu erkennen gegeben, dass er sparsam wirtschaften werde. Der Kaiser verwarf die strenge Etikette, schaffte zahlreiche Zeremonien ab, hob die Bekleidungsvorschrift auf (Abschaffung des spanischen Mantelkleides und Zulassung der Uniform), verfĂŒgte zahlreiche Einsparungsmaßnahmen und machte die kaiserlichen GĂ€rten (Schönbrunn, Augarten, Prater) der Öffentlichkeit zugĂ€nglich. Als Universalerbe seines Vaters setzte Joseph dessen enormes Privatvermögen von etwa 22 Millionen Gulden zur Tilgung der Staatsschulden ein.

Römisch-deutscher Kaiser

In vielen Fragen hatte Joseph andere, zum Teil auch kontrĂ€re Meinungen zu denen seiner Mutter Maria Theresia, die bei ihren eigenen Reformen geistig und emotional noch im Zeitalter der Gegenreformation lebte, wĂ€hrend Joseph bereits ein AnhĂ€nger aufklĂ€rerischer Ideen war. In dieser Phase bewunderte er Österreichs langjĂ€hrigen Kriegsgegner Friedrich II. und reiste zu einer Begegnung mit ihm nach Neisse. Nach Maria Theresias Tod 1780 versuchte er, diese Ideen politisch umzusetzen, dies allerdings auf ĂŒberhastete oder undiplomatische Art, so dass viele davon durch Verzögerungen oder Widerstand letztlich unwirksam blieben.

Bevor er 1790 an Tuberkulose verstarb, verzichtete Joseph II. auf die bei den Habsburgern damals praktizierte getrennte Bestattung. Er wurde in Feldmarschallsuniform in einen Eichenholzsarg gelegt und in der Kaisergruft bestattet. Der Holzsarg wurde spĂ€ter in einen betont schlichten Kupfersarg eingeschlossen, der vor dem Prunkdoppelsarkophag seiner Eltern Aufstellung fand.cite-ref-9[9] Ein letztes Schreiben am Tag vor seinem Tod an seinen engsten Freund Franz Moritz von Lacy blieb der Nachwelt erhalten. Die KaiserwĂŒrde erhielt nach seinem Tod der jĂŒngere Bruder Leopold II.

Beim Tod Josephs II. trauerten nur wenige um ihn, allerdings schrieben damals schon Zeitgenossen wie Georg Forster: „Aus der Fackel seines Geistes ist 
 ein Funke gefallen, der nie mehr erlöschen wird.“

AufgeklÀrter Absolutismus und Reformen

Er gilt als Exponent des aufgeklĂ€rten Absolutismus. FĂŒr ihn war das Herrschertum ein Amt, ein Dienst am Staat als ĂŒbergeordnetem Ganzen. „Alles fĂŒr das Volk, aber nichts durch das Volk“ war sein angeblicher Leitspruch, der seinen Regierungsstil zutreffend charakterisiert.

Joseph II. versuchte den Einfluss des Adels und des Klerus zurĂŒckzudrĂ€ngen. Die Leibeigenschaft der Bauern etwa wurde durch das Leibeigenschaftsaufhebungspatent am 1. November 1781cite-ref-11[11] aufgehoben. In Erinnerung an diese Reform des Kaisers wurde er im Volk als „Joseph – der Bauernbefreier“ verehrt und im 19. Jahrhundert wurden ihm zu Ehren viele Kaiser-Joseph-II.-DenkmĂ€ler, insbesondere in Böhmen und Österreich, errichtet.

Die adligen StĂ€ndeversammlungen wurden zugunsten von Staatsbeamten zurĂŒckgedrĂ€ngt. Dies hatte auch mit Josephs Zentralisierungstendenzen zu tun. So versuchte er, aus Österreich einen Einheitsstaat mit (Hoch-)Deutsch als Staatssprache zu machen. Die althergebrachten Sonderrechte der LĂ€nder seines Herrschaftsbereiches wollte er abschaffen. Diese Bestrebungen lösten in den österreichischen Niederlanden Unruhen aus und brachten Ungarn an den Rand eines Aufstandes. Er verzichtete sogar darauf, sich in Prag und Pressburg zum König von Böhmen bzw. Ungarn krönen zu lassen.

Ein anderer Aspekt dieser BemĂŒhungen ist seine Kunstpolitik. So wurde das Burgtheater zum deutschen Nationaltheater erklĂ€rt und der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1781 beauftragt, mit der EntfĂŒhrung aus dem Serail die Gattung des Singspiels in deutscher Sprache auf kĂŒnstlerisch ernstzunehmendes Niveau zu heben. Die Zusammenarbeit mit Mozart wurde auch in den folgenden Jahren beibehalten, als das Genre des Deutschen Singspiels sich nicht durchgesetzt hatte. 1786 genehmigte er die UrauffĂŒhrung der Mozart-Oper Le nozze di Figaro (nach dem aufrĂŒhrerischen StĂŒck Der tolle Tag des Franzosen Beaumarchais, dessen Kritik an den Adelsvorrechten mit der Politik des Kaisers sehr gut zusammenging). 1789 erteilte er Mozart auch den Auftrag zu dessen Oper CosĂŹ fan tutte.cite-ref-12[12]

Josephs Einheitsstaat sollte in erster Linie fĂŒr Wohlstand und Fortkommen seiner BĂŒrger sorgen. Allerdings hatte Joseph die Tendenz, sich auch um allerkleinste Details zu kĂŒmmern, was von seinen Untertanen teilweise als schikanös empfunden wurde. So gab es Regelungen bei BegrĂ€bnisfeierlichkeiten bis in kleinste Detail; Festlegung der Zahl der Kerzen, die bei einer Messe anzuzĂŒnden seien; das Verbot von PfeffernĂŒssen als Genussmittel, welche er fĂŒr gesundheitsschĂ€dlich hielt, und vieles mehr.

Ein ernster zu nehmender Aspekt dieser BemĂŒhungen ist seine Gesundheitspolitik, die sich in der GrĂŒndung des Allgemeinen Krankenhauses und des Josephinums (einer AusbildungsstĂ€tte fĂŒr MilitĂ€rĂ€rzte, dessen erster Direktor Josephs Leibarzt Giovanni Alessandro Brambilla war) niederschlug. Das Allgemeine Krankenhaus war eine Art Lieblingsprojekt des Kaisers, mit dem er sich Ă€ußerst detailliert befasste – unter anderem in der Planung des sog. Narrenturms, einer Verwahranstalt fĂŒr Geisteskranke.

Sein Reformwerk scheiterte letztlich am offenen und versteckten Widerstand der alten Eliten bzw. an der Tatsache, dass er nur zehn Jahre regierte. Bei der Auswahl seiner Mitarbeiter ĂŒbersah er oft deren Fehler und mangelnde KonsensfĂ€higkeit. So bot der Protochirurg Giovanni Alessandro Brambilla der konservativen Ärzteschaft so viel AngriffsflĂ€che, dass sich die Entwicklung der Chirurgie in Österreich letztlich um Jahrzehnte verzögerte. Der Graf Belgiojoso schweißte als Statthalter der österreichischen Niederlande durch sein ungeschicktes Agieren sogar den Klerus und die Freigeister zu einer gemeinsamen Opposition zusammen.

Justizpolitik

Ein Aspekt seiner Reformen war, dass die Rechtsordnung unter ihm bedeutende Fortschritte machte. 1783 wurden Teile des Eherechts in der „Verordnung in Ehesachen“ kodifiziert.

Mit dem Allgemeinen BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (Josephinischen Gesetzbuch) von 1786 stellte er den gesetzgeberischen Raum aus der naturrechtlichen Pflichtbindung des Monarchen den entsprechenden Rechten der Untertanen gegenĂŒber und sicherte allen Untertanen Schutz und Freiheit zu. Programmatisch griff er in die tradierten StĂ€nde- und RechtsabhĂ€ngigkeiten ein. Damit zielte er auf die LoyalitĂ€t der Untertanen aller ErblĂ€nder, die Einbindung der Minderheiten und die Stabilisierung des habsburgischen HerrschaftsgefĂŒges.cite-ref-13[13]

1787 wurde das vergleichsweise fortschrittliche Josephinische Strafgesetz fĂŒr die ErblĂ€nder der Habsburger erlassen, mit dem unter anderem VerstĂŒmmelungsstrafen abgeschafft wurden und die Todesstrafe nur mehr im Standrecht, aber nicht im ordentlichen Strafverfahren vorgesehen war. 1803 wurde sie fĂŒr wenige Delikte wieder eingefĂŒhrt. Im Vordergrund stand bei diesen Überlegungen, dass beispielsweise Verurteilungen zu öffentlicher Arbeit dem Staat mehr nutzen und Strafen wie jahrelanges Schiffziehen (mit letztendlich auch sehr hoher Todesratecite-ref-14[14]) weitaus abschreckender als der Tod seien. Auch setzte das Josephinische Strafgesetz erstmals das LegalitĂ€tsprinzip um, nach dem nur bestraft werden kann, was per Gesetz strafbar ist. Der Adel wurde nicht extra erwĂ€hnt und somit waren theoretisch alle Vorrechte verschwunden, in der Praxis wirkte sich der Stand aber doch noch aus.

Innen- und Wirtschaftspolitik

Unter seiner Regierung wurden merkantilistische und physiokratische Ideen verwirklicht. Die Bevölkerung wurde dabei hauptsÀchlich als ArbeitskrÀftereservoir angesehen.

Maßnahmen zur Hebung der Bevölkerungszahl gehen damit Hand in Hand. Vor diesem Hintergrund ist beispielsweise die Aufhebung der Todesstrafe 1787 zu sehen – die Delinquenten wurden schließlich fĂŒr die Zwangsarbeit gebraucht.

Mit einem eigenen Kolonisationsprogramm warb er Siedler fĂŒr die Sicherung Galiziens an, die zu einem großen Teil aus der heutigen Pfalz stammten.

Ebenso verwirklichte er einen von Johann Anton von Pergen organisierten straffen Polizeistaat mit Spitzelsystem. Kurze Experimente mit der Pressefreiheit wurden rasch wieder aufgegeben.

Außenpolitik

In seiner Außenpolitik war Joseph expansiv, aber nicht sonderlich erfolgreich. Die Beteiligung Österreichs an der ersten Teilung Polens mit dem Zugewinn Galiziens ging auf die Initiative Preußens zurĂŒck, das als Ausgleich fĂŒr Russlands Zugewinne im Krieg mit der TĂŒrkei einen Korridor durch Polen (als Verbindung zwischen Pommern und Ostpreußen) forderte. Dem war eine Politik der AnnĂ€herung an Österreich vorausgegangen, das 1771 einen geheimen Vertrag mit der TĂŒrkei geschlossen hatte und damit Druck auf Russland ausĂŒbte. Als Katharina II. von Russland von diesem geheimen Vertrag erfuhr, wurde Österreich auch ein Angebot gemacht, von der Teilung des souverĂ€nen Polens zu partizipieren. Die Initiative zu den TeilungsplĂ€nen ging also nicht von Joseph aus, zumal die Rolle Österreichs unter den europĂ€ischen MĂ€chten 1771/72 nicht tonangebend war. Allerdings soll er im Gegensatz zu seiner Mutter keinerlei Skrupel bei diesem Handel gehabt haben.

Als er nach dem Tod des bayerischen KurfĂŒrsten Maximilian III. Joseph versuchte, Bayern an Österreich anzuschließen und dafĂŒr den Wittelsbachern die Österreichischen Niederlande zu ĂŒberlassen, kam es zum Bayerischen Erbfolgekrieg gegen Friedrich II. von Preußen. Joseph II. musste sich im Frieden von Teschen 1779 letztlich mit dem Innviertel begnĂŒgen. 1785 versuchte er ein zweites Mal, im Tausch mit den Österreichischen Niederlanden Bayern zu erwerben, scheiterte aber wieder am Widerstand Friedrichs II. und des von ihm gegrĂŒndeten FĂŒrstenbundes.

1781 schloss er ein VerteidigungsbĂŒndnis mit der russischen Kaiserin Katharina II. 1787 wurde er als ihr VerbĂŒndeter in einen fĂŒr Österreich wenig erfolgreichen TĂŒrkenkrieg hineingezogen, der erst nach Josephs Tod im Frieden von Swischtow endete.

Religionspolitik

Am berĂŒhmtesten ist allerdings seine Religionspolitik, die meistens allein gemeint ist, wenn man von Josephinismus spricht.

In seinem Toleranzpatent wurde Protestanten und Juden erlaubt ihren Glauben weiter auszuĂŒben, allerdings nur unter Duldung; der Vorrang der Katholischen Kirche blieb bestehen, doch betrachte der Kaiser die Kirche als nĂŒtzliches Werkzeug der Staatspolitik, in die sie sich einzufĂŒgen hatte.cite-ref-15[15]

Alle Orden, die im volkswirtschaftlichen Sinne „unproduktiv“ waren, also keine Krankenpflege, Schulen oder andere soziale AktivitĂ€ten betrieben, wurden aufgehoben, ihr Besitz verstaatlicht. Dies fĂŒhrte dazu, dass viele kontemplative Abteien mit zum Teil langer Tradition geschlossen wurden. Aus dem Erlös der Aufhebungen wurde der bis ins 20. Jahrhundert bestehende Religionsfonds gegrĂŒndet, der die Besoldung der Priester ĂŒbernahm, die auf diese Weise zu Staatsbeamten wurden.

Auch viele Feiertage und Kirchenfeste (Wallfahrten, Prozessionen etc.) wurden abgeschafft, hauptsÀchlich um die Zahl der Arbeitstage zu erhöhen.

Auf seine Initiative wurde die Verwaltungsstruktur der katholischen Kirche in Österreich rationalisiert. Pfarrsprengel wurden verkleinert, neue Diözesen gegrĂŒndet und bestehende mit den Grenzen der KronlĂ€nder in Deckung gebracht.

Joseph II. schreckte auch nicht davor zurĂŒck, Vermögen der Toten Hand zu verĂ€ußern und den Willen der Stifter zu ĂŒbergehen.

Reisen

→

Hauptartikel

:

Reisen Josephs II.

Nicht so sehr als Römischer König und Kaiser denn als Kronprinz, Mitregent und Alleinherrscher in den Staaten des Hauses Österreich sowie als Oberbefehlshaber der k.k. Armee unternahm Joseph II. zahlreiche Reisen, die ihn bis nach Spanien und auf die Krim fĂŒhrten. Unter den europĂ€ischen Herrschern seiner Zeit legte er wohl am meisten Kilometer zurĂŒck. Von den knapp 25 Jahren seiner Regierungszeit verbrachte er gut sechs Jahre außerhalb seiner Residenz.

Am lĂ€ngsten dauerten die Reisen nach Italien 1769, nach SiebenbĂŒrgen/Galizien 1773, nach Frankreich 1777, nach Russland 1780 und nach Italien 1783/84. Die grĂ¶ĂŸten Distanzen legte Joseph auf den Reisen nach Frankreich 1777 sowie nach Russland 1780 und 1787 zurĂŒck. Am lĂ€ngsten von Wien abwesend war er im Bayerischen Erbfolgekrieg 1778 und im TĂŒrkenkrieg 1788.

Von seinen Übernachtungen außerhalb Wiens entfielen besonders viele auf Prag und den TruppenĂŒbungsplatz HloubětĂ­n/Tiefenbach, Pest und Buda/Ofen, Brno/BrĂŒnn und den TruppenĂŒbungsplatz Turany/Turas, Lwiw/Lemberg, Mailand, Innsbruck und Umgebung sowie auf Sibiu/Hermannstadt, außerhalb der Monarchie auf Florenz, Paris und Versailles, Neapel und Umgebung sowie auf Rom. Hinzu kamen die Hauptquartiere wĂ€hrend der erwĂ€hnten FeldzĂŒge, 1778 Rtyně v PodkrkonoĆĄĂ­/Ertina, Jičín/Jitschin und Oleƛnica/Oels, 1788 Zemun/Semlin.

Außerhalb der Staaten des Hauses Österreich reiste Joseph al inkognito unter dem Titel Graf von Falkensteingraf-von-falkenstein, nach einer Grafschaft in der heutigen Pfalz, die er vom Vater als Nebenland Lothringens geerbt hatte und ohne deren Besitz er zu Lebzeiten der Mutter nicht hĂ€tte Kaiser werden können.

Bewertung

Die historische Beurteilung seiner Person ist sehr unterschiedlich. Aufgrund der ÜberstĂŒrztheit und RadikalitĂ€t seiner Maßnahmen, die das Leben des Einzelnen teilweise bis ins Kleinste bestimmten, war Joseph zu Lebzeiten unpopulĂ€r bis verhasst, und er musste einige seiner Reformen kurz vor seinem Tod wieder zurĂŒcknehmen.

Unter der Regentschaft seines bis zum Starrsinn reaktionĂ€ren Neffen Franz II./I. wurde er hingegen allmĂ€hlich zu einer mit Nostalgie verklĂ€rten Lichtgestalt. Die Revolution von 1848 brachte eine wahre „Josephsrenaissance“ hervor, es gab neu aufgelegte BĂŒcher ĂŒber ihn und das Reiterdenkmal am Josephsplatz stand mehrfach im Mittelpunkt politischer Kundgebungen. Die erwarteten Reformen wurden von einigen als Fortsetzung seiner Arbeit gesehen.cite-ref-2008reinalter-16-0[16] Zeitgenossen betonten den zufĂ€lligen Umstand, dass der Tag der Wiener MĂ€rzrevolution auch sein Geburtstag war.cite-ref-17[17] Die prinzipiell seit den Befreiungskriegen (1813–1815) und im VormĂ€rz existierende Stilisierung des „echt deutschen Kaisers“ wurde diesmal erfolgreich ins Spiel gebracht, und sie wirkte spĂ€ter fort. Insgesamt hĂ€ngt die Art der Vereinnahmung stark von den politischen Programmen der einzelnen Phasen der Revolution ab und ist vielschichtig.cite-ref-2008reinalter-16-1[16] Um diese Zeit herum beginnt auch die nicht exklusive Bezeichnung als „Volkskaiser“, obwohl seine NĂ€he zum Volk bezweifelt werden kann.cite-ref-18[18]

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird er einerseits als fortschrittlicher Vertreter eines aufgeklĂ€rten Absolutismus gesehen, es kommt der Begriff des „Reformkaiser“ auf, andererseits wird auch auf den paternalistischen und zentralistischen Charakter seines Regiments hingewiesen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war das Feiern von Kaiser Joseph II in deutschnationalen und antiklerikalen Kreisen verbreitet, so schlugen etwa Prager Burschenschaften Kaiser-Joseph-Kommerse.cite-ref-19[19]

Nichtsdestoweniger war er einer der wichtigsten Herrscher Österreichs, auf den viele konstruktive AnsĂ€tze zurĂŒckgehen und der einen bedeutsamen Reform- und Modernisierungsschub gebracht hat.

Joseph II. hat mit seinen Reformen „eine Revolution nach französischem Vorbild in seinen LĂ€ndern verhindert und die Entstehung einer modernen Welt befördert“,cite-ref-20[20] wenngleich seine radikalen Reformen nahezu eine Konterrevolution auslösten.cite-ref-21[21]

Übersicht ĂŒber die Reformen

Joseph fĂŒhrte viele Reformen durch, von denen er aber kurz vor seinem Tode noch einen Teil zurĂŒcknahm.

Staatswesen

‱ Aufhebung der Leibeigenschaft

‱ Ersatz der Todesstrafe durch Schiffziehen im Zivilstrafrecht (nicht im MilitĂ€rstrafrecht), ein Jahr nach demselben Beschluss seines Bruders Leopold II. in der Toskana
‱ keine AusnahmetatbestĂ€nde fĂŒr den Adel in Strafsachen
‱ starke Umsetzung des spĂ€ter nullum crimen, nulla poena sine lege („Kein Verbrechen, keine Strafe ohne Gesetz“) genannten Grundsatzes

‱ Religionsfreiheit
‱ Öffnung des Praters und des Augartens fĂŒr die Öffentlichkeit (von der Torinschrift kommt die Bezeichnung „SchĂ€tzer der Menschheit“)
‱ EinschrĂ€nkung des strengen Spanischen Hofzeremoniells
‱ Schutzzölle fĂŒr den Handel
‱ Grundsteuer fĂŒr den Adel
‱ Versuch, Deutsch als Staatssprache im Vielvölkerreich einzufĂŒhren

Soziales

‱ Bau von Schulen und KrankenhĂ€usern (u. a. altes Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien)
‱ GrĂŒndung von Waisen- und ArmenhĂ€usern
‱ Verbannung der Friedhöfe aus den StĂ€dten, um das Grundwasser zu schonen
‱ Einrichtung eines steirischen Volksmuseums
‱ Verbesserung der LebensverhĂ€ltnisse arbeitender Kinder
‱ Vergabe von Tabaktrafiken an Kriegsversehrtecite-ref-22[22]

Kirche

‱ Auflösung von 700 Klöstern kontemplativer Orden (d. h. solcher, die keiner karitativen TĂ€tigkeit wie SpitĂ€ler oder Schulen zu betreiben nachgingen). Deren Besitz diente 1782 zur Schaffung des „Religionsfonds“, der dann zur Finanzierung von ĂŒber 3.000 neuen Pfarren diente.cite-ref-23[23]
‱ Verringerung des pĂ€pstlichen Einflusses
‱ Verbot von „aberglĂ€ubischen“ BrĂ€uchen der Kirche, gleichzeitig Religionsfreiheit fĂŒr Christentum und Judentum in den Toleranzpatenten vom 13. Oktober 1781 und von 1782
‱ Abschaffung von SĂ€rgen fĂŒr jeden Toten, stattdessen ein allgemeiner Sarg, der eine FalltĂŒr hatte, ein sogenannter Josephinischer Gemeindesarg, im Volksmund auch Sparsarg genannt – dies wurde damals von der Bevölkerung mehrheitlich als pietĂ€tlos empfunden

PopulÀrkultur

Nach dem österreichischen Soziologen und Kulturanthropologen Roland Girtler soll Joseph II., dem Volksmund nach, des Öfteren einer bestimmten Dirne in einem der zahlreichen Bordelle am Wiener Spittelberg Besuche abgestattet haben. Bei einem solcher Besuche soll er unsanft vor die TĂŒr gesetzt worden sein. Daran erinnert im Haus Spittelberggasse/Gutenberggasse 13 (heute ein Restaurant) folgende Inschrift: „Durch dieses Tor im Bogen kam Kaiser Joseph II. geflogen – 1778“. Der Errichtung von Bordellen hatte sich Joseph II. jedoch – wie seine Mutter – verweigert. Auf den Vorschlag hin, der Errichtung von Bordellen zuzustimmen, soll der Kaiser erwidert haben: „Was, Bordelle? Da brauche ich ĂŒber ganz Wien nur ein großes Dach machen z’lassen 
“cite-ref-girtler-24-0[24]

Der Kaiser wurde im Film nur relativ selten und als Nebencharakter dargestellt. So spielt beispielsweise im Mozart-Film Wen die Götter lieben (1942) Curd JĂŒrgens den Monarchen. In Milos Formans preisgekröntem Werk Amadeus (1984) wird Joseph II. von Jeffrey Jones dargestellt. In Marie Antoinette (2006) spielt Danny Huston den Kaiser. In der fĂŒnften und letzten Folge der Miniserie Maria Theresia wird er von Aaron Frisz verkörpert.

Ehrungen und Benennungen

Nach dem Kaiser wurden mehrere Straßen und PlĂ€tze benannt, die insbesondere im heutigen Österreich noch seinen Namen tragen.

Im Jahr 1780 wurde in Wien Innere Stadt (1. Bezirk) der Josefsplatz nach ihm benannt. Bis 1919 hieß auch die Heinestraße Kaiser-Joseph-Straße.

Eine Kaiser-Josef-Straße gibt es in Bregenz, zentral gelegene Kaiser-Josef-PlĂ€tze in Graz und Wels.

Die Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg im Breisgau (im 18. Jh. vorderösterreichische Bezirksstadt) ist eine bedeutende Einkaufsstraße.

Aus Anlass seines Todes komponierte Ludwig van Beethoven seine Kantate auf den Tod Kaiser Josephs II. (WoO87) fĂŒr Orchester, Chor und Solostimmen.

Vorfahren

| Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. | Ahnentafel Joseph II. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ururgroßeltern | Nikolaus Franz von VaudĂ©mont (1609–1670) ⚭ 1634 Claudia von Lothringen (1612–1648) | Kaiser Ferdinand III. (1608–1657) ⚭ 1651 Eleonora von Mantua (1630–1686) | König Ludwig XIII. (1601–1643) ⚭ 1615 Anna von Österreich (1601–1666) | KurfĂŒrst Karl I. Ludwig (1617–1680) ⚭ 1650 Charlotte von Hessen-Kassel (1627–1686) | Kaiser Ferdinand III. (1608–1657) ⚭ 1631 Maria Anna von Spanien (1606–1646) | KurfĂŒrst Philipp Wilhelm (1615–1690) ⚭ 1653 Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt (1635–1709) | FĂŒrst Anton Ulrich von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1633–1714) ⚭ 1656 Elisabeth Juliane von Holstein-Norburg (1634–1704) | Albrecht Ernst I. zu Oettingen (1642–1683) ⚭ Christine Friederike von WĂŒrttemberg (1644–1674) |
| Urgroßeltern | Herzog Karl V. Leopold (1643–1690) ⚭ 1678 Eleonore von Österreich (1653–1697) | Herzog Karl V. Leopold (1643–1690) ⚭ 1678 Eleonore von Österreich (1653–1697) | Philipp I. von Bourbon (1640–1701) ⚭ 1671 Liselotte von der Pfalz (1652–1722) | Philipp I. von Bourbon (1640–1701) ⚭ 1671 Liselotte von der Pfalz (1652–1722) | Kaiser Leopold I. (1640–1705) ⚭ 1676 Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg (1655–1720) | Kaiser Leopold I. (1640–1705) ⚭ 1676 Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg (1655–1720) | Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1671–1735) ⚭ 1690 Christine Luise von Oettingen (1671–1747) | Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1671–1735) ⚭ 1690 Christine Luise von Oettingen (1671–1747) |
| Großeltern | Herzog Leopold Joseph von Lothringen (1679–1729) ⚭ 1698 Élisabeth Charlotte d’OrlĂ©ans (1676–1744) | Herzog Leopold Joseph von Lothringen (1679–1729) ⚭ 1698 Élisabeth Charlotte d’OrlĂ©ans (1676–1744) | Herzog Leopold Joseph von Lothringen (1679–1729) ⚭ 1698 Élisabeth Charlotte d’OrlĂ©ans (1676–1744) | Herzog Leopold Joseph von Lothringen (1679–1729) ⚭ 1698 Élisabeth Charlotte d’OrlĂ©ans (1676–1744) | Kaiser Karl VI. (1685–1740) ⚭ 1708 Elisabeth Christine von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1691–1750) | Kaiser Karl VI. (1685–1740) ⚭ 1708 Elisabeth Christine von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1691–1750) | Kaiser Karl VI. (1685–1740) ⚭ 1708 Elisabeth Christine von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1691–1750) | Kaiser Karl VI. (1685–1740) ⚭ 1708 Elisabeth Christine von Braunschweig-WolfenbĂŒttel (1691–1750) |
| Eltern | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) | Kaiser Franz I. Stephan (1708–1765) ⚭ 1736 Maria Theresia (1717–1780) |
| Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. | Joseph II. |

Quellen und Literatur

‱ David Christoph Sybold: Joseph der Zweite. Eine Skizze. Mit einer Abbildung Sr. Kaiserl. Königl. Maj. in Kupfer gestochen. Die Aussicht in die kĂŒnftige Regierung Josephs. Mit vermehrten Beilagen. Balthaser Cajetani, Straßburg 1787 (Digitalisat).
‱ Ernst Benedikt: Kaiser Joseph II. 1741–1790. Gerold & Co., Wien 1936 (2. Auflage 1947).
‱ François (Ferencz) Fejtö: Un Habsbourg rĂ©volutionnaire, Joseph II, portrait d’un despote Ă©clairĂ©. Paris 1953 (Joseph II., Kaiser und RevolutionĂ€r, ein Lebensbild. Stuttgart 1956); 2. Ausgabe: Joseph II, un Habsbourg rĂ©volutionnaire. Paris 1982 (Joseph II., PortrĂ€t eines aufgeklĂ€rten Despoten. MĂŒnchen 1987).
‱ Roman RĂłzdolski: Die große Steuer- und Agrarreform Josefs II. Ein Kapitel zur österreichischen Wirtschaftsgeschichte. PaƄstowe Wydawnictwo Naukowe, Warschau 1961.
‱ Hans Wagner: Joseph II. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 10. Duncker & Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-00191-5, S. 617–622 (deutsche-biographie.de).
‱ Derek Beales: The false Joseph II. In: The Historical Journal. 18/1975, S. 467–495; ĂŒberarbeitete Version in: Derek Beales: Enlightenment and Reform in Eighteenth-century Europe. London/New York 2005, S. 117–154 (weist darauf hin, dass vielen Werken ĂŒber den Kaiser gefĂ€lschte Zitate zugrunde liegen).
‱ Lorenz Mikoletzky: Kaiser Joseph II. Herrscher zwischen den Zeiten. Muster-Schmidt, Göttingen / Frankfurt / ZĂŒrich 1979, ISBN 3-7881-0107-5.
‱ Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung Österreich zur Zeit Kaiser Josephs II. Mitregent Kaiserin Maria Theresias, Kaiser und LandesfĂŒrst. Stift Melk. 29. MĂ€rz – 2. November 1980.
‱ Derek Beales: Joseph II. 2 BĂ€nde, Cambridge University Press, 1987/2009, ISBN 0-521-24240-1, ISBN 978-0-521-32488-5 (Standardwerk).
‱ Karl Gutkas: Kaiser Joseph II. Eine Biographie. Zsolnay, Wien / Darmstadt 1989, ISBN 3-552-04128-1.
‱ Humbert Fink: Joseph II. Kaiser, König und Reformer. Econ, DĂŒsseldorf / Wien / New York 1990, ISBN 3-430-12749-1.
‱ Friedrich Weissensteiner: Die Söhne Maria Theresias. Kremayer & Scheriau, 1991.
‱ Karl Schwarz: Joseph II. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 3, Bautz, Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2, Sp. 676–677.
‱ Ernst Wangermann: Die Waffen der PublizitĂ€t. Zum Funktionswandel der politischen Literatur unter Joseph II. 2004, ISBN 3-486-56839-6.
‱ Hans Magenschab: Josef II. Österreichs Weg in die Moderne. Amalthea, Wien 2006, ISBN 3-85002-559-4.
‱ Bernhard A. Macek: Die Krönung Josephs II. zum Römischen König in Frankfurt am Main. Logistisches Meisterwerk, zeremonielle Glanzleistung und KulturgĂŒter fĂŒr die Ewigkeit. Peter Lang, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-631-60849-4.
‱ Helmut Reinalter: Joseph II. Reformer auf dem Kaiserthron. C. H. Beck, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-406-62152-9.
‱ Angelika Schmitt-Vorster: Pro Deo et Populo: Die PortrĂ€ts Josephs II. (1765–1790). Untersuchungen zu Bestand, Ikonographie und Verbreitung des Kaiserbildnisses im Zeitalter der AufklĂ€rung. Diss. phil., Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen 2006 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fwww.deutsche-digitale-bibliothek.de%2Fbinary%2FAV3PXRKIPC5PP77BRR2YPQY6JU7J4QNZ%2Ffull%2F1.pdf~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
‱ Friedel Hans-Josef Dapprich: Josef II. und die geistige Emanzipation des Judentums in den osteuropĂ€ischen LĂ€ndern des Habsburger Reiches, ĂŒberarbeitete Magisterarbeit, Mainz 2016, ISBN 978-3-640-36483-1
‱ Monika Czernin: Der Kaiser reist inkognito: Joseph II. und das Europa der AufklĂ€rung. Penguin, MĂŒnchen 2021, ISBN 978-3-328-60057-2.

Dokumentarfilme

‱ Joseph II – Kaiser und Rebell. TV-Dokumentation in HD, Regie: Max Jacobi und Monika Czernin, D (ZDF), Aut, F − 2022 (Auf: youtube.com).

Weblinks

Commons

: Joseph II.

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikiquote: Joseph II. von Österreich

– Zitate

‱ Handbuch aller 
 Verordnungen und Gesetze 
 18 BĂ€nde Joh. Georg Moesle, Wien 1785–1790 in ALEX, aufgerufen am 12. September 2013
‱ Literatur von und ĂŒber Joseph II. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Werke von und ĂŒber Joseph II. in der Deutschen Digitalen Bibliothek
‱ Eintrag zu Joseph II. im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
‱ Eintrag auf ÖsterreichWiki.org, weiterfĂŒhrender Link: Sagen- und Legendenbildung um Joseph II.
‱ Christiane Kopka: 03.04.1764 – Joseph II. wird zum König gekrönt. WDR ZeitZeichen vom 3. April 2014 (Podcast).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Französisch Joseph II, italienisch Giuseppe II, kroatisch Josip II., lateinisch Josephus II, niederlĂ€ndisch Jozef II, polnisch JĂłzef II, rumĂ€nisch Iosif al II-lea, serbisch-kyrillisch ĐˆĐŸĐ·Đ”Ń„ II, slowakisch Jozef II., slowenisch JoĆŸef II, tschechisch Josef II., ukrainisch Đ™ĐŸŃĐžŃ„ II, ungarisch II. JĂłzsef.
cite-note-22. ↑ In Frankreich wurde Joseph als „empereur d’Autriche“, in Deutschland zunehmend als „deutscher Kaiser“ bezeichnet, was nicht der offiziellen Titulatur entsprach und den Niedergang der Reichsidee dokumentiert.
cite-note-33. ↑ Karl Gutkas: Joseph II. Eine Biographie. Wien / Darmstadt 1989, S. 16.
cite-note-44. ↑ Karl Gutkas: Joseph II. Eine Biographie. Wien/Darmstadt 1989, S. 24.
cite-note-55. ↑ Helmut Reinalter: Joseph II. Reformer auf dem Kaiserthron. C. H. Beck, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-406-62152-9, S. 15.
cite-note-66. ↑ Hans Magenschab: Josef II. Österreichs Weg in die Moderne. Amalthea, Wien 2006, ISBN 3-85002-559-4, S. 237.
cite-note-77. ↑ Karl Gutkas: Joseph II. Eine Biographie. Wien/Darmstadt 1989, S. 50.
cite-note-88. ↑ Otto Stradal: Der andere Radetzky. Tatsachen und Gedanken um ein PhĂ€nomen. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1981, ISBN 3-215-04438-2.
cite-note-99. ↑ Cölestin Wolfsgruber: Die Kaisergruft bei den Kapuzinern in Wien, Alfred Hölder, Wien 1887 (archive.org), S. 262.
cite-note-101. Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in WĂŒrzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital WĂŒrzburg anlĂ€sslich der 425jĂ€hrigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital WĂŒrzburg, WĂŒrzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 13 und 65.
cite-note-1111. ↑ Leibeigenschaftsaufhebung, 1. November 1781 Handbuch der k. k. Gesetze 1780–1784, 1. Abteilung, 1. Band, Nr. V, S. 74–84. Anschließend die „Ordnung fĂŒr das Landgesind“ (Gesindeordnung), Nr. VI, S. 84–99, jeweils mit Sonderbestimmungen unterschiedlicher Inkrafttretensdaten und Ausdehnung des GĂŒltigkeitsbereichs fĂŒr bzw. auf die einzelnen KronlĂ€nder.
cite-note-1212. ↑ Mozarts Werke. Abgerufen am 18. MĂ€rz 2025.
cite-note-1313. ↑ GĂŒnter Birtsch: Der Idealtyp des aufgeklĂ€rten Herrschers – Friedrich der Große, Karl Friedrich von Baden und Joseph II. im Vergleich. In: AufklĂ€rung, Jahrgang 2, Heft 1, 1987, S. 43 f.
cite-note-1414. ↑ Eberhard Schmidt: EinfĂŒhrung in die Geschichte der deutschen Strafrechtspflege. Vandenhoeck & Ruprecht, 1995, ISBN 978-3-525-18115-7, S. 256–258 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1515. ↑ Veit Valentin: Geschichte der Deutschen. Pontes-Verlag, Berlin 1947, S. 275.
cite-note-2008reinalter-1616. ↑ Helmut Reinalter: Josephinismus als AufgeklĂ€rter Absolutismus. Böhlau Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-205-77777-9, S. 419 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1717. ↑ Karl Gutkas (Hrsg.): Katalog der Niederösterreichischen Landesausstellung Österreich zur Zeit Kaiser Josephs II. Mitregent Kaiserin Maria Theresias, Kaiser und LandesfĂŒrst. Stift Melk, 29. MĂ€rz – 2. November 1980, 3. Auflage, Niederösterreich Kultur, 1980, S. 286.
cite-note-1818. ↑ Edward Crankshaw, GĂŒnter Treffer, Edward Crankshaw: Die Habsburger (= Goldmann-Taschenbuch Austriaca). 1. Auflage. Goldmann, MĂŒnchen 1980, ISBN 978-3-442-26711-8, S. 169: „Joseph scheiterte, weil er ĂŒberhaupt kein GespĂŒr fĂŒr die GefĂŒhle und Sentiments hatte, die das Verhalten der Menschen bestimmen.“
cite-note-1919. ↑ Harald Lönnecker: „
 Das einzige, was von mir bleiben wird“. Die Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in SaarbrĂŒcken 1880–2000. Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in SaarbrĂŒcken, SaarbrĂŒcken 2009, ISBN 978-3-00-028568-4, S. 193–194.
cite-note-2020. ↑ Monika Czernin: Der Kaiser reist inkognito. Joseph II. und das Europa der AufklĂ€rung. Penguin Verlag, MĂŒnchen 2021, S. 323–324, ISBN 978-3-328-60057-2.
cite-note-2121. ↑ Pieter M. Judson: Habsburg: Geschichte eines Imperiums 1740-1918 (= C.H. Beck Paperback). 1. Auflage. C.H. Beck, MĂŒnchen 2020, ISBN 978-3-406-75768-6, S. 77.
cite-note-2222. ↑ Die Geschichte der Monopolverwaltung. Abgerufen am 19. April 2024 (österreichisches Deutsch).
cite-note-2323. ↑ Martin Mutschlechner: Die Frage nach der NĂŒtzlichkeit: Der Klostersturm unter Joseph II. Abgerufen am 17. April 2022.
cite-note-girtler-2424. ↑ Roland Girtler: Vom Fahrrad aus. Kulturwissenschaftliche Gedanken und Betrachtungen. Wien 2004, S. 121.